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Gamer von Online-Kriminalität stark betroffen

11 August 2010

Die Kriminalität findet immer neue Wege um ihre dubiosen Machenschaften durchzuführen. Im Internet haben sich die Gauner jetzt auf die Online-Game-Branche eingeschossen.

Online-Games boomen

Der ständig wachsenden Markt der Online-Games zieht Kriminelle an wie das Licht die Motten. Potentielle Kunden lassen sich in großen Communities und Foren von beliebten Online Games schnell und einfach finden. Zum Beispiel “World of Warcraft” hat eine riesige Fangemeinde und ca. 9 Millionen aktive Nutzer die sich in Foren austauschen, handeln und sonstiges tun.

Mit Hilfe von Trojanern, Viren, Malware versuchen Sie potentielle Opfer zu betrügen

In etlichen Foren fühlen sich die Nutzer sicher und sind gegenüber Mitspielenden sehr vertrauensvoll. Also ein gefundenes Fressen für Online-Betrüger. Sie bieten zum Beispiel wertvolle und seltene digitale Items (Gegenstände aus dem Spiel) zu sehr günstigen Preisen an. Unwissende Käufer bemerken meist zu spät dass sie sich mit der gekauften Datei auch schadhafte Software (Malware) oder Trojaner auf ihren Rechner heruntergeladen haben. Diese Software hat viele unangenehme Folgen, zum Beispiel können alle Zugänge zu diversen Online-Spielen unzugänglich gemacht werden, persönliche Daten werden ausspioniert oder der Computer wird beschädigt und Daten gehen verloren.

Das Vorgehen wird immer dreister

Längst gehen die Kriminellen nicht mehr den traditionellen Weg der Verbreitung von schädlicher Software über Tauschbörsen oder infizierte Websites. Die digitalen Gauner machen sich einer anderen Methode zu Nutze.

Sie versuchen die verseuchten PCs der Nutzer nicht zu zerstören sondern nutzen diese als neue Wirte. Besonders Gamer sind davon betroffen da sie oftmals über sehr leistungsstarke Rechner und gute Breitbandverbindungen verfügen. Sie werden von den Kriminellen für ihre Machenschaften eingespannt.
Die Rechner der Gamer werden unbemerkt mit der schädlichen Software infiziert, und verbreiten die Malware und Trojaner dann auf andere Computer.

Resumée:

Man hat als Nutzer des Internets nicht nur Verantwortung für seinen Rechner und sich selbst sondern auch für seine Kontakte. Wie man sieht kann mit wenig Aufwand das komplette Adressbuch, genauer gesagt die Rechner der Kontakte, mit schädlicher Software infiziert werden.
Im jeden Fall sollte man sich ausreichend durch Sicherheitssoftware vor Attacken dieser Art schützen. Gerade für Personen die sich oft und lange im Internet aufhalten sollte neben den kostenlosen Sicherheitsprogrammen noch weitere Software (kostenpflichtige professionelle Security-Software) installiert werden.

Wenn man erstmal durch so einen Angriff geschädigt worden ist, hat man kaum Chancen den Urheber dieser Attacke dingfest zu machen. Die Devise “Vorsicht ist besser als Nachsicht” trifft hier den Nagel auf den Kopf.

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